Club Fournier International

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1987 in Paris gegründet ist der CFI ein Verein, der die Liebhaber von RF-Flugzeugen zusammenführt, ihnen einen Erfahrungsaustausch ermöglicht und eine Plattform für gemeinsame Aktivitäten bietet. RF steht für René Fournier, geboren 1921 in Tours an der Loire, Konstrukteur und Vater der modernen Motorsegler. Rund 250 Fans sind weltweit CFI-Mitglieder. In Deutschland, wo die meisten RF-Motorsegler beheimatet sind, haben sich etwa 80 Enthusiasten dem CFI Deutschland e.V., von Patrick Faucheron gegründet 1996 und mit Sitz in Speyer, angeschlossen.

Motorsegler werden leider mehr und mehr von Ultraleicht-Flugzeugen (sog. UL´s) verdrängt und Motorsegler finden immer weniger Enthusiasten. Die Ausnahme sind eben RF´s, Motorsegler die nach wie vor gesucht sind und deren Marktwert beständig bleibt.

RF5 = Check your rudder cables !

Hier unten 2 Schäden an den Steuerseilführungen !

Hier unter dem vorderen Sitz hat das Steuerseil am Sperrholzboden solange gerieben bis das Seil gerissen ist ! Zum Glück am Boden nach der Landung !20161007_160845

 

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Hier oben ist durch den Druck an der Umlenkung der Seitenrudderseilen die Verstärkungsleiste im Rumpf geplatzt und die Seile haben sich nach unten durchgebissen !

Fazit : Steuerseilen bei der Jahreskontrolle unter die Lupe nehmen und  diese zwei Stellen sorgfältig  prüfen !

PF 25.10.2016

 

Hydrostössel und Rotorcaps= Hinweis und Warnung !

Manche Flugmotorenbau sind ausgerüstet mit hydraulischen Stößeln und Rotorcaps. Der Vorteil liegt darin, dass man das Ventilspiel nicht mehr nachstellen muss und die Rotorcaps sorgen dafür, dass die Ventile sich besser drehen.
Heutzutage sind praktisch alle Motoren mit hydrostößeln ausgerüstet. Damit entfällt die regelmässige Ventilspieleinstellung.
Bei Hydrostößeln gibt es kein Ventilspiel. Im Gegenteil, der Kipphebel drückt permanent mit einer im Werk voreingestellten Vorspannung von1 bis 2 Umdrehungen auf dem Ventilschaft. Aus diesem Grund findet man nichts über dieses Thema im Betriebs- und Wartungshandbuch.

Das Problem bei diesen Motoren liegt darin, dass es dann sehr wenig „Luft“ zwischen Kipphebel und Kante des (dickeren) Rotorcaps gibt und der verbleibende Spalt schwer zu erkennen ist. Das betrifft ganz speziell die Motoren S-2500 der SAUER Flugmotoren GmbH.
Berührt der Kipphebel den Rotorcaps am Rande wird er leicht gekippt und die Kräfte überträgen sich auf die Ventilkeile. Irgendwann nach ein Paar Stunden werden die Keile herausfliegen. Das Ventil fällt in den Zylinder und wird vom Kolben zerstört. Die Metallbrocken verteilen sich in den zwei Zylindern. Der Motor wird stark beschädigt. Die Notlandung ist unausweichlich !

Daher meine Tipp an die Besitzern von (Sauer)-Motoren mit Hydros/Rotorcaps: Bei einer Zylinderkopfmontage unbedingt und peinlich darauf achten , dass die Kipphebel die Rotorcaps nicht berühren !!!

P.F. 23 Okt. 2016

Motorschaden hydros rotocaps 1-001 Motorschaden hydros rotocaps  bMotorschaden hydros rotocaps  c 20161026_142813Höhenunterschied zwischen  Rotorcaps ( links) und  standard Federtellern (rechts).

Dankschreiben von Mike Millar nach dem Frankreichflug

Guten Tag meine guten CFI Freunde. Wie Ihr wisst hatte ich ein schwieriges Problem als sich meine Haube während des Fluges öffnete, kurz nach dem Start in Arcachon. Gleichwohl dank der unglaubichen Freundschaft und dem Erfolg unserer großen CFI Familie daher war für mich die Reise kein Unglück. Mehrere Mitglieder sind mir sofort zur Hilfe geeilt . Ich wurde nach Mimizan eskortiert ohne Kopfhörer und ohne Funkverbindung, mit den Flugzeugen von Patrick de Sèze, Jean Claude Lauvergnat und Michel Malignon. Durch unglaubiches Glück , Mimizan, ist nur 10 km vom Haus von Marie Helene de Sèze entfernt , und ich wurde eingeladen dort zu bleiben. Mein guter Freund Jean Marie Panneau von Le Louroux hat mir dankenswerter weise seine RF5 Haube angeboten, daraufhin hat Patrick mir geholfen einen Wagen zu mieten um nach Le Louroux zu fahren und die Haube zu übernehmen. Freitag bin ich dann in Le Louroux angekommen, wo Jean Marie und Brigitte mir dankenswert Quartier gegeben haben. Wir haben dann die Gruppe in Montlucon zu einen unvergesslichen Wochenende mit unseren Freunden des CFI wieder getroffen. In Amboise , hat Rene das Flugzeug inspiziert und ein offizielles Dokument erstellt, mit der Aussage, dass die RF5 in Ordnung ist und fliegen kann, alles um die Administration zufrieden zustellen. Man kann die Autorität des Konstrukteurs nicht ausser Frage stellen. Im Moment bleibe ich bei Jean Marie und Brigitte und ich glaube am Mittwoch nach England zurückzukehren.
Ich möchte meine Dankbarkeit an Euch alle ausdrücken, vor allem Patrick und Marie Hélène welche einen Teil der Reise wegen mir ausliessen, Jean Marie und Brigitte Panneau , und unseren vorzüglichen René, unseren Chef der Familie und Fixstern um eine Lösung meines Problems zu finden. Auch Jean Claude und Marie Claire Lauvergnat welche ausgestiegen sind um mir in Mimizan zu helfen, wobei Sie eigentlich mit der Organisation der Tour stark beschäftigt waren, und mich auch zu sich nach Hause eingeladen haben.
Die Organisation der Tour de France und die Versammlung in Montlucon war super. Danke an Marie Claire und Jean Claude , Vincent , Michel und die ganze Mannschaft die dies möglich gemacht hat. Danke auch an alle welche Zweifel hatten dass meine Haare explodierten. Erstaunlicher weise sind sie noch auf meinem Kopf und sie wurden nicht grau , noch nicht. Sicher die Götter Fournier haben über mich gelacht. Es geht nicht ohne zu sagen ,wenn Ihr einmal auch ein Problem habt ,rechnet mit mir um Euch zu helfen.

Mike Millar
CFI-UK Vice President

Flugbericht Frankreich 2016

Einige CFI Events mussten leider im Laufe dieser Saison wetterbedingt abgesagt werden, auch der Flug nach Irland verlief nur unter schwierigen Wetterbedingungen. Der Frankreichrundflug mit Abschluss in Montlucon-Domerat im Zentral Massiv sollte dafür mit Erfolg gekrönt sein. Die ganze Woche vom 28. August bis Sonntag, den 4. September herrschte strahlend blauer Himmel über ganz Frankreich.

Ich konnte mit meiner F-COPF die „Patrouille des Fourniers“ erst am Donnerstag in Grauhet (LFCQ) in der Nähe von Toulouse einholen. Nach einem Umweg über meine Heimat im Westen stieß ich dort auf die 12 RF´s, welche vorher den Rundflug gemeinsam begonnen hatten. Zwei der Truppe waren gezwungenermaßen zurück geblieben. Bei Mike aus England hatte sich die Haube im Flug geöffnet und wurde dadurch stark beschädigt.

Die Teilnehmer hatten sich am Sonntag den 28.8. in Challes bei Chambéry getroffen und waren zuerst in der Bretagne, um danach entlang der Atlantikküste bis ins Baskenland zu fliegen. Gastgeber in Grauhet war Vincent Barelli, ein junger Ingenieur bei Airbus und stolzer Besitzer einer RF3. Vincent hatte ein Super BBQ in seinem Clubheim organisiert und Mogas organisiert.

Claus und Martine Maier (D-KAAL) sowie sein untrennbarer Adjutant Eberhard mit ihren knall-gelben Maschinen hatten unsere Ehre gerettet. Sie waren bisher die einzigen Vertreter der deutschen CFI-Fraktion bei diesem Flug. Fliegen wie Gott in Frankreich… Eine Woche lang mit Sicht von Pol zu Pol, Thermik ohne Ende (fast zu viel für meinen Hintern) und fast niemand nimmt teil…Flug und Termin waren doch seit April bekannt! Was ist den los mit der sonst so fluggeilen deutschen CFI Truppe?

Am Freitag flog der Pulk mit Nordkurs entlang der „Chaine des Puys“, jene Kette von erloschenen Vulkanen bis Montlucon-Domerat (LFLT). Der Platz liegt fast in der Stadt und unterliegt Nutzungsbeschränkungen. Für die gemeldeten CFI Maschinen lag eine Sondergenehmigung vor. Dank des guten Wetters trudelten zum Wochenende dann immer mehr Maschinen zum Abschluss-Fly-In ein. Die letzten 3 RF3‘s aus St. Avold machten einen wunderschönen Formationsüberflug kurz vor Sonnenuntergang. Am Ende waren somit gut 40 Maschinen versammelt.

Am Samstag gab es die Besichtigung eines interessanten Musik-Museums und eine Nachmittags-Führung durch die Altstadt von Montlucon.

Am Samstagabend wurden vor dem Buffet unter einem großen Zelt die üblichen Ehrenansprachen gehalten, wie auch vom stellvertretenden Bürgermeister. René Fournier war dabei, munter wie immer und stolz die englische Fassung seiner Memoiren vorzustellen: „My Dream and My Aeroplanes“, so heißt die englische Fassung des spannenden Buchs „Mon Rêve et Mes Combats“. Bei dieser Gelegenheit wurde auch das 40. Anschaffungs-Jubiläum der Vereins RF6 gefeiert.

Am Sonntag verließen wir Montlucon fluchtartig in der Früh. Wir wussten, es wird bezüglich des Heimfluges knapp, da eine Schlechtwetterfront in Anmarsch war. Dank gutem Rückenwind konnten wir in absolut ruhiger Luft die 550 km in nur 3 Stunden bewältigen. Selbst der locker zu bewältigende Regenschauer am Ende meiner Reise konnte ich locker überwinden.

Eine schöne Luftwanderung mit einem grandiosen Abschluss. Schade für diejenigen, die dieses Event verpasst haben!

September 2016 | Patrick Faucheron

Flugbericht Irland 2016

Die Teilnahme der deutschen Teilnehmer stand von Anfang an unter keinem guten Stern…
Berufliche Gründe, Technische Mängel, Wetter, und auch eine kaputte  Haube Crash machten den Deutschen die Teilnahme an der Tour größtenteils einen Strich durch die Planung…

Nach Anmeldung anfänglich von 11 Teilnehmern aus Deutschland machten sich zum Tour Start letztendlich nur insgesamt 3 Teilnehmer auf den Weg:

Patrick(RF5) und Sabine (RF4) flogen wetterbedingt  erst am Sonntag los  nach Abbeville /F, um dort auf die Italiener und Franzosen zu stoßen, kamen aber zu spät an und verpasste den Anschluss

Ich hingegen hatte die direkte Linie gewählt: Bei doch sehr diesigem Wetter in max.1000ft und  „poor Visibility“ ging es Samstagmittag von meiner Basis EDXI nach Texel EHTX (1,5h). Während die Nordfriesischen Inseln alle in X-Ray Bedingungen waren, hatte Texel so gerade 1100ft Ceiling, um angeflogen werden zu können. Man begrüßte mich dort sehr respektvoll, man hatte wohl meinen Flugplan gesehen und klopfte mir anerkennend auf die Schulter: („long trip…, take care…“) was mir aber nicht so viel Mut machte…

Wie es oft so ist, 3min westlich Texel löste sich alles in Wohlgefallen auf, in strahlendem Sonnenschein ging es über die Nordsee, auch UK war noch sonnig, aber schon die Berge von Wales mussten umflogen werden: die Wolken kamen tiefer… und schließlich verlor ich Kontakt zum London FIS Radar-Service. Hinaus ging es auf die Irish Sea, unter einer sehr tiefen Wolkendecke  aber immer mit dem sonnigen Horizont über dem Meer… Nach 3,5 h landete ich hochzufrieden im Sonnenschein in New Castle (EINC) wo bereits London FIS meinen Verbleib angefragt hatte.

Am Sonntag stand die Airshow in Bray/Dublin auf dem Programm. Bei strahlendem Sonnenschein wurden von bestimmt 100.000 Iren u.a. die Red Arrows, eine Spitfighter Formation, Eurofighter, etc. bewundert. Ein Waldbrand direkt bei der Veranstaltung, wohl von übereifrigen Grillfans erzeugt, konnte die Stimmung nicht kippen und wurde einfach ignoriert…

Noch am Abend nach der Show ging es per Bus zurück nach Newcastle, und bei ca. 20 knots Seitenwind dann endlich Richtung Athboy (EIMH), um dort auf Mike’s Gruppe zu treffen. Aber am Funk meldete sich anfänglich niemand, und schon im Downwind war mir klar, dass ich am heutigen Tag keinen der Gruppe mehr sehen würde…dafür begrüßten mich die Flugplatzbesitzer Bernhard und Margret auf das herzlichste, zeigten mir alles und luden mich auf das erste Guinness seit min 30 Jahren ein….

Wie sich später herausstellte, war der Aufbruch der Gruppe in Abbeville vom schlechten Wetter geprägt…erst Sonntagabend machte sich die Gruppe Richtung Popham auf und am Montagabend traf man sich dann endlich in Athboy auf ein schönes Wiedersehen mit Mike, Sylvain und Fausto sowie allen anderen Teilnehmern.

Der Dienstag versprach kein gutes Wetter, darum stand ein Besuch von Dublin per Bus an, mit viel Zeit zum eigenen Sightseeing oder Shopping, um sich vor Abfahrt des Busses zum einem gemeinsamen Bier in einem der vielen gemütlichen Pubs zu treffen…

Am Mittwoch klarte dann das Wetter endlich auf…. Mike führte uns entlang der Westküste nach Sligo (EISG) zum Tanken, dann zur Insel Inishmaan (EIIR) wo die RF7 sich einen Outrigger brach, und auf dem anderen Bein dann auch gleich wieder starten musste, um noch rechtzeitig nach Hause (Athboy) zu kommen.

Da der Mittwoch auch nur Regen bringen sollte, wurde eine weitere regionale Sightseeingtour organisiert, derweil der RF7 im Hangar der gebrochene Outrigger wieder angesetzt wurde. Mit Allan besorgte ich mir Gewindeschneider, Kernbohrer und Gewindebolzen im Nachbardorf. Wir hatten am späten Nachmittag alles wieder zusammen, auch wenn der Outrigger 3cm jetzt kürzer war.

Das Wetter spielte dann am Freitag endlich mal mit…zumindest in Irland. Bei strahlendem Sonnenschein verabschiedeten wir uns von unseren freundlichen Gastgebern Bernhard und Magret, die uns 4 Tage lang mit Frühstück, W-lan, Lunchpaket, Campsite, Dinner (Super Steaks !), Duschen und leckerem Guinness königlich versorgt hatten. Da die RF7 nicht mehr auf Beton landen wollte, wählte ich dann auch den direkteren Weg über die Irische See zum Fly-In nach Saltby, während die Gruppe erst noch zum Refill hoch zur schottischen Grenze flog.

Leider war das Wetter auf der Ostseite nicht das, was der Wetterbericht angekündigt hatte…Südlich Kingston upon Hull war absolut Schluss mit VMC, das Humberside Radar betete mich noch so gerade auf seinen Flughafen herunter (Größe Münster). … Alle Ladebahnen hatten „lights on“ für mich, in strömenden Regen und Finsternis um 3 pm erwartete mich der Zoll…Gerne habe ich die 55 Pfund Landegebühren bezahlt…

Samstag klarte es dann gleich morgens auf…nur schnell los und ab nach Saltby zum Refill. Dann ging es pünktlich per Flugplan direkt nach EDXI, meiner Basis, ohne irgendwelche Wetterstörungen in 3,5h Flug.

Die Gruppe schaffte es auch abends dann auch nach Saltby, am Sonntag war man dann wohl am Kanal…

Ich werde nicht das letzte Mal drüben gewesen sein…UK / Irland ist immer eine Reise wert !

Juli 2016 | Dirk Radewald

Bestellung Plexihauben für RF3, RF4

Aus gegebenem Anlass müssen wir Haubenrohlinge für den Einsitzer produzieren lassen. Wer also eine neue Haube für seine RF3 oder RF4 braucht, für den direkten Einbau oder als Vorrat, sollte sich bei mir bis spätestens Mitte August 2016 melden. Der Liefertermin ist für September geplant.

Ich möchte betonen: Wenn eine Haube plötzlich kaputt geht, wie im aktuellen Fall, ist die Flugsaison de Facto zu Ende!

20.7.2016 | Patrick Faucheron | p.faucheron@web.de

Live Flugbericht: Санкт-Петербург

Die gesamten letzten Wochen wurden in Speyer von Anspannung, Stress und Vorfreude geprägt. Nachdem, scheinbar unendliche, bürokratische Hürden bezwungen wurden, konnte die so stark ersehnte St. Petersburg Flugtour beginnen:

Freitag 20.5.16:

Mittags brachen von Speyer aus zwei RFs in Richtung Berlin auf. Nach einem kleinen “Aufsammel-Stop” in Koblenz ging es “direct to” Oehna, was als gemeinsamer Sammelpunkt für den CFI ausgewmacht war.

Samstag 21.5.16:

Von Berlin aus machte sich die Gruppe auf den Weg in Richtung Olztyn in Ostpolen um dem großen Ziel immer näher zu kommen.

Sonntag 22.5.16:

Heute ging der Flug weiter nach Kaunas zum tanken mit Übernachtung. Die Flugwetterbedingungen perfekt, so gelang der Flug mit pünktlicher Ankunft problemlos. Angekommen in Lithauen, begann gleich eine kleine Sightseeing Tour mit gemeinsamen Abendessen als Abschluss. Später dann noch ein kleines Briefing für den bevorstehenden Einflug nach Russland. Es wurden im Vorraus von den Behörden genaue Einflugrouten vorgeschrieben die mit dem Tagesziel Weliki Nowgorod, noch ca. 160km südlich von St. Petersburg, enden. In Pskov ist noch ein Zollstop vorgesehen.

Montag 23.5.16:

Ein Abenteuerlicher Tag. Das Tagesziel Nowgorod ist angepeilt einschließlich des Grenzüberfluges in Russland. Der benötigte und aufgegebene Flugplan konnte nicht aktiviert werden und ist im Äther des russischen Verwaltungssystems verschollen. Darauf musste schnell improvisiert werden und der Flugplan an den schlecht englisch sprechenden FIS Lotsen durchgegeben werden. Die Ankunft auf dem Zollflugplatz Pskov war problemlos. Nur an der Veständigung und dem eher marginalen Englisch haperte es zeitweilen. Gefühlte 500 Zoll und Grenzbeamte nahmen uns in Empfang und “betreuten” uns. Es dauerte Ewigkeiten. Danach kam die nächste Hürde: Das Leadimg Flugzeug, ohne welches wir nicht fliegen durften, ließ auch auf sich warten, sodass wir letztendlich erst wieder gegen 20:30 starten konnten. Auf dem Weg nach Nowgorod war noch ein zwingend erforderlicher Tankstop geplant. Trotz der fortgeschrittenen Zeit, ginge zum tanken. Die letztendliche Ankunft am Zielflugplatz war kurz nach 22 Uhr. Jeder Empfang der ansässigen Russen ist immer herzlich und freundlich.

Dienstag 24.5.16:

Nach einem tollen Flug bei super Wetter kam die Gruppe, mit Anflug direkt über die Stadt, in St. Petersburg an. Allerdings kommt die zurückgelegte Flugstecke über Russland wie eine rießige Einöde vor: Lediglich unendliche Weiten voller Bäume, in einer vorgeschriebenen Höhe von 300m, waren zu sehen. Der ursprüngliche Zielflugplatz Manushki konnte wegen angeblich zu kurzer Bahn nicht angeflogen werden. Nach der Landung ging es dann trotzdem per Auto dorthin zum feiern.

Mittwoch 25.5.16:

Heute ist zur Abwechslung kein Flug angesetzt: Dafür allerdings eine Bootsfahrt auf dem Fluss Niva. Danach soll eine Stadtführung stattfinden. Und ein Besuch des imposanten Petershof.

Donnerstag 26.5.16:

Heute stand bei der Gruppe ein gemeinsamer Flug über die Stadt und Umgebung auf dem Plan. Später wurde eine Bootsfahrt durch die Kanäle St. Petersburgs gemacht.

Freitag 27.5.16:

Die Tour neigt sich dem Ende. Heute war Aufbruch aus St. Petersburg über Pskov zum Zoll, dannach wieder Kaunas in Lithauen. Da sich das Wetter in Russland allmählich verschlechtert, ist dies auch der richtige Zeitpunkt um “До свидания” zu sagen.

Samstag 28.5.16:

Auch auf dem Rückweg in Richtung Deutschland machte sich das Wetter bemerkbar. Von Kaunas ging es wieder durch komplett Polen nach Oehna, was auch der Anfangstreffpunkt war. Der Abflug am nächsten Morgen sollte um 6 Uhr sein, da sich die Wetterbedingungen stetig verschlechterten.

Sonntag 29.5.16:

Die GAFOR Meldungen gaben nicht die blendensten Bedingungen von sich. Dennoch begann der Flug in Richtung Heimat. Weil die Wolkenuntergrenze immer weiter absank, entschied sich die Gruppe in Halle an der Saale die Tour zu beenden und das letzte Stück mit dem Mietwagen zurückzulegen.


Jeden Tag senden mir Patrick und Cheesy Bilder, Impresionen und kleine Texte zu. Ich versuche diese so gut wie möglich aufzubereiten.

Mai 2016 | Joel Lehmann

95e Anniversaire de René Fournier

Konstrukteur, Designer und Urvater aller unserer “moteur-planeurs” René Fournier lud am 7. Mai zur großen Geburtstags-fly-in-Feier in Amboise ein. Ein tolles Ereignis, welches etliche RF Fanatiker anzog.

Eine kleine Truppe, bestehend aus 3 RFs, brach Donnerstags über Christi Himmelfahrt auf, um das feierliche Ereignis noch mit einer kleinen Frankreich-Küstentour zu verbinden. Bei strahlend blauem Himmel und konstantem Hochdruckgebiet über Frankreich brachen wir mit viel Rückenwind auf.

Die erste Landung sollte zum Nachtanken in Montargis stattfinden. Ein freundlicher Mann eines ansässigen Vereins half uns beim tanken. Kaffee und weitere freundliche Vereinsansässige gab es auch. Nach kleinem aber interessantem Hallenrundgang stiegen wir wieder in unsere Flugzeuge und flogen weiter nach Fontenay (nähe La Rochelle), wo die erste Nacht verbracht wurde. Insgesammt schafften wir durch den Wind die Gesamtstrecke innerhalb von 4h zu absolvieren, was aufgrund den endlos weiten Rapsfeldern und der monotonen Landschaft erfreulich war.

Freitags war für mich das fliegerische Highlight der Tour. Die Streckenplanung war entlang der Westküste bis zur Halbinsel Quiberon, dann hoch in die Bretagne und die westliche Normandie bis Grandville. Wir flogen entlang wunderschöner Strand- und Felsküstenabschnitte, an Urlaubsdomizilen und großen Hotels vorbei. Fliegen am Meer finde ich jedes mal wieder aufs neue faszinierend. Das Wetter verschlechterte sich leider zunehmend im Westen, aufgrund eines Tiefdruckgebietes über dem Atlantik.

Zur Mittagszeit begann der Anflug auf Quiberon, auch ein beliebtes und tolles Sommerurlaubsziel. Die Landebahn liegt mitten in der dicht besiedelten Insel am Meer. Vergleichbar mit einem Infinity-Swimmingpool, startet und landet man hier “direkt ins Meer hinein”. Einfach wunderschön! Wir hatten nur einen kurzen Fußweg ins innere von Quiberon, wo es dann für alle die ersehnten Moules-Frittes gab. Nach ergiebigem Essen liefen wir zu unseren Flugzeugen und starteten aus dem bewölkten zunehmend schlechter werdenden Wetter in Richtung Norden, wo die Sonne wieder durchbrach und uns ein blauer Himmel erwartete.

Unser Flugweg verlief entlang der “Rance” bis zur Mündung bei Dinard und Saint Malo entlang der eindrucksvollen alten Hafenanlage. An der Küste waren immer wieder die alten militärischen Einrichtungen zu sehen, wie auch einige der sehr bekannten, alten Leuchttürme. Getoppt wurde dies noch mit einem vorbeiflug am, in Ebbe liegenden Mont Saint Michel. Das Gefühl und der Eindruck, welcher aufkommt, wenn ein solches Monument umflogen wird, welches man schon vom Boden aus sah und besichtigt hat ist einfach faszinierend. Zehn Minuten später landeten wir in Grandville, wo die zweite Nacht verbracht wurde. Der kleine direkt am Meer gelegene Platz birgt mit dem Fußweg zum Stand auch einen besonderen Charme.

Samstags fand der Geburtstag von René statt. Wir brachen um 10 Uhr in Grandville in strahlender Sonne richtung Amboise bei Tours auf. Zwei Stunden kamen wir auf einem Platz voller RFs an. Letztendlich waren es ca. 50 Fournier Flugzeuge und ca. 200 Gäste von überall (sogar Amerika und Schweden!) Die Veranstaltung fand mit fantastischem Essen und Trinken in den Hallen des ansässigen Aeroclubs statt. Jeder konnte seine ganz besonderen Momente mit René Fournier, welcher in seiner bewegenden Rede alle einige male mit grandiosem Humor zum Lachen brachte. Bei gemütlichem Beisammensein ließen noch einige Partygäste den Abend ausklingen, bei eindrucksvollem Sunset Kunstflug von Anatol.

Am nächsten Morgen wurden wir von unserer Unterkunft abgeholt und wieder zum Flugplatz gefahren. – Von wem? René Fournier höchstpersönlich kam mit seinem Auto und fuhr uns. Ein unglaubliches Gefühl von seinem Flugzeugurvater, welcher quasi die letzte Lebende französische Fluglegende ist, zu seinem Flieger gebracht zu werden….

Der Rückflug ging wieder bei blauem Himmel über Montargis zum tanken zurück in die Heimat. Diesmal leider mit Gegenwind. Uns angeschlossen waren diesmal noch mehr der deutschen RF Piloten.

Ein langes Wochenende voller Eindrücke und bleibener Erinnerungen, an denen ich noch lange zehren kann. Ich bin froh in den Kreis des CFI gerutscht zu sein und die Möglichkeit habe das alles zu erleben.

Mai 2016 | D-KALC | Joel Lehmann